Ziele, welche wirklich was verändern – A, B, C Ziele nach Bob Proctor

Die meisten Ziele bringen dich nicht wirklich voran – und du merkst es nicht einmal

Die meisten Ziele werden geetzt, um sie zu erreichen. Klingt logisch, bringt dich aber nicht wirklich weiter.

Denn Ziele werden in meinen Augen fast immer falsch gesetzt. Schön nach der beliebten SMART-Formel: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert.

Dagegen ist nichts einzuwenden. Und trotzdem greift es für mich zu kurz.

Denn es gibt unterschiedliche Zielarten. Und genau da liegt der entscheidende Unterschied.

Warum Ziele für mich mehr sind als eine Checkliste

Ich lebe gerne nach meiner Intuition. Ich lasse mich gerne führen. Und dennoch - oder genau deswegen- setze ich mir bewusst Ziele.

Ziele, die mich herausfordern. Ziele, die mich antreiben.

Aber Ziele sind für mich mehr als etwas, das ich erreichen will.

Ein Ziel darf mich täglich daran erinnern, wer ich bin und wohin ich gehe. Es darf mich morgens aus dem Bett ziehen. Es darf mich in schwierigen Momenten erden. Es ist kein To-do - es ist ein Kompass.

Und genau deshalb braucht es mehr als eine smarte Formel.

Warum viele Ziele nicht funktionieren

Ganz allgemein: Ziele funktionieren oft nicht, weil man sich nicht wirklich mit ihnen verbindet.

Sie sind leere Zahlen. Leere Sätze, die irgendwann mal in einem Seminar aus dem Kopf auf Papier kamen.

"Mein Ziel ist es, bis Ende Jahr CHF 500'000 Umsatz zu machen."
"Mein Ziel ist es, auf einer Bühne zu stehen."

Aufgeschrieben. Nach ein paar Tagen vergessen. Der Alltag kommt und der Zettel verstaubt.

Oder das Ziel ist so verkopft, dass von Anfang an keine echte Verbindung entsteht.

Deshalb ist es für mich so entscheidend wichtig: Du musst dich immer und immer wieder mit deinen Zielen verbinden.

Egal wie - ob durch ein Vision Board, durch Journaling, durch tägliches Aufschreiben. Das Ziel darf nicht nur existieren. Es darf leben.

Für mich persönlich ist das Journaling dabei eines der kraftvollsten Werkzeuge. Ich schreibe meine Ziele regelmässig auf, verbinde mich mit ihnen, bringe sie in mein Heute. Das allein verändert schon vieles.

Aber nun zu den A, B, C Zielen von Bob Proctor

Die A, B, C Ziele – ein Konzept, das alles auf den Punkt bringt

Bob Proctor, einer der bekanntesten Persönlichkeitsentwickler, lehrte eine Zielmethode, die für mich wirklich alles verändert hat.

Der Kern:

A-Ziele – Du weisst, wie du sie erreichst. Sicher, vertraut, machbar.

B-Ziele – Du glaubst, du könntest sie erreichen. Ein bisschen Stretch, der Weg ist erkennbar.

C-Ziele – Du hast absolut keine Ahnung, wie du sie erreichen sollst. Sie fühlen sich unmöglich an – und genau das ist der Punkt.

Die A-Ziele: Das Sichere, das Vertraute

A-Ziele sind Ziele, bei denen du bereits weisst, wie du sie erreichst. Du hast die Ressourcen. Du hast den Plan. Du kannst direkt loslegen.

Beispiele:

"Ich schreibe nächsten Monat drei Blogbeiträge."
"Ich gewinne dieses Jahr fünf neue Klientinnen."
"Ich überarbeite meine Webseite."

Nichts davon ist falsch.

A-Ziele geben Struktur, Sicherheit, Erfolgserlebnisse. Sie sind wichtig für den Alltag.

Aber: A-Ziele verändern dich nicht. Sie bestätigen, wer du bereits bist. Dein Unterbewusstsein schläft dabei gemütlich weiter.

In einer reinen A-Ziel-Welt wirst du vielleicht effizienter - aber nicht grösser. Du optimierst dich - aber transformierst dich nicht.

Die B-Ziele: Der mutige Schritt nach vorne

B-Ziele liegen ausserhalb deiner Komfortzone - aber du kannst dir vorstellen, wie du dort hingelangst. Die Route ist erkennbar. Es braucht Mut, vielleicht neue Fähigkeiten, mehr Einsatz – aber es fühlt sich erreichbar an.

Beispiele:

"Ich verdiene nächstes Jahr doppelt so viel wie heute."
"Ich launche ein Online-Programm, das ich noch nie angeboten habe."
"Ich stehe vor 200 Menschen auf einer Bühne."

B-Ziele dehnen dich. Sie bringen dich weiter. Viele Coaches und Mentorinnen arbeiten genau in diesem Bereich.

Und trotzdem: Auch B-Ziele kommen noch aus deinem heutigen Bewusstsein. Du setzt sie basierend darauf, was du für realistisch hältst. Und "realistisch" ist immer eine Funktion deines aktuellen Selbstbildes - nicht deines wahren Potenzials.

Der entscheidende Punkt

Zwischen A- und B-Zielen machst du im Grunde einfach mehr. Mehr Posts. Mehr Newsletter. Mehr Kunden anschreiben. Du arbeitest härter - aber du denkst nicht wirklich anders.

Die C-Ziele: Das scheinbar Unmögliche und warum genau das zählt

Hier wird es transformativ.

C-Ziele sind Ziele, bei denen dein Kopf einfach nicht mitkommt. Du hast keine Ahnung, wie du sie erreichen könntest. Sie fühlen sich nicht nur ambitioniert an - sie fühlen sich verrückt an.

Wenn du ein C-Ziel liest, meldet sich sofort eine Stimme:

"Das geht nicht. Das ist nicht für mich. Wer glaubst du eigentlich, wer du bist?"

Genau das ist das Zeichen, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Beispiele:

"Ich verdiene CHF 100'000 im Monat mit meinem Coaching-Business."
"Ich stehe vor 5'000 Menschen auf einer internationalen Bühne."
"Ich schreibe ein Buch, das Zehntausende verändert."
"Mein Business läuft, auch wenn ich drei Monate nicht arbeite."

Das ist der eigentliche Game Changer: Bei C-Zielen kommst du mit "mehr machen" nicht weiter. Mehr Posts, mehr Newsletter, mehr Fleiss - das reicht nicht. Du wirst gezwungen, dein Business grundlegend neu zu denken. Neue Strukturen. Neue Ansätze. Eine neue Version von dir.

Und genau das macht C-Ziele so kraftvoll. Es ist nicht die Frage: Wie arbeite ich mehr?

Es ist die Frage: Wer muss ich werden, damit das möglich ist?

Die häufigsten Fehler

Das C-Ziel "vernünftig" machen.
Sobald du es abschwächst, damit es realistischer klingt, hast du es zu einem B-Ziel gemacht. Lass die Grösse stehen.

Es als Druck statt als Einladung erleben.
Das C-Ziel soll dich begeistern, nicht überfordern. Wenn es sich nur wie Last anfühlt, prüfe, ob es wirklich dein Wunsch ist – oder ob du jemand anderen beeindrucken willst.

Auf das "Wie" warten. Das kommt nicht zuerst. Handle jetzt, mit dem was du hast, von wo du bist.

Einmal aufschreiben und vergessen. Das C-Ziel (alle Ziele) braucht deine tägliche Aufmerksamkeit. Genau deshalb ist das Verbinden – egal auf welche Art – so entscheidend.

Bewusstsein über Business

Für mich ist Ziele setzen ein klares Business-Tool – lernt man fast überall.
Und fast immer aus dem Kopf heraus.

Und genau deshalb sind die A, B, C Ziele von Bob Proctor kein Business-Tool, sondern ein Bewusstseins-Tool.

Weil sie dich in deine wirkliche Grösse herausfordern. Weil sie dich erkennen lassen, was dein Wesen wirklich erschaffen kann. Wer du sein kannst.

Dein inneres Bild von dir darf grösser werden - bevor die Zahlen sich in deinem Business zeigen.

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