Kein Facebook – mein bestes Jahr

Seit Dezember 2017 steht meine Business Facebook Seite still. Dies und noch viel mehr führte zu meinem bisher besten und umsatzstärksten Jahr 2018.

Mein Rat ist also: Verlasse Facebook und steigere deinen Gewinn?
Nein, das wäre eine zu einfache Schlussfolgerung.

Die Wahrheit ist weitaus komplexer. Bist du bereit für einen Jahresrückblick voller wertvoller Einblicke?

Tschüss Facebook - dies war mein Schlüssel

Am 30. November 2017 entschied ich mich, meine Business-Facebook-Seite ruhen zu lassen. Es war ein seltsames Gefühl, denn man geht davon aus, dass man heutzutage auf Social Media aktiv sein muss, um erfolgreich zu sein.

Zum Glück bin ich "ICH" und nicht "MAN" 🙂
Scherz beiseite.

Es war eine Herausforderung und löste auch Ängste aus – aber tief in mir spürte ich, dass es die richtige Entscheidung war, befreiend sogar.

Ich mag Facebook und nutze es privat auch weiterhin täglich. Aber die Business-Seite auf Facebook hat mir nie richtig zugesagt. Ich habe mir lange eingeredet, dass mir die Arbeit mit der Business-Seite Spass macht und sie unverzichtbar ist.

Ich versuchte verschiedene Strategien aus, kaufte Online-Kurse, nahm an diversen Challenges teil und war in vielen Facebook-Gruppen aktiv.

Nach einer Weile dachte ich, ich hätte meinen Weg auf Facebook gefunden. Ich suchte nach interessanten, wertvollen Artikeln, verfasste Postings und war einfach aktiv.

Meine Facebook-Seite lebte.

Doch innerlich spürte ich ständig Druck. Ich hatte das Gefühl, nichts verpassen zu dürfen, Neuigkeiten schnell posten zu müssen und überall präsent sein zu müssen.

Das führte dazu, dass ich überall war - nur nicht bei mir selbst.

Ich vergass, was mir wirklich wichtig ist und was mir echten Spass bringt.

Also traf ich die Entscheidung, diesen Schritt zu gehen, und es war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Plötzlich spürte ich mehr Ruhe in mir und hatte mehr Zeit. Ich musste nicht mehr ständig überlegen, was ich am nächsten Tag posten würde. Stattdessen hörte ich wieder mehr auf meine innere Stimme. Ich erkannte, was ich im Bereich Marketing wirklich gerne mache, wie zum Beispiel die Suchmaschinenoptimierung durch Blogartikel.

Das spiegelt auch meine eigene Herangehensweise wider. Wenn ich einen Dienstleister suche, nutze ich nie Facebook, sondern wende mich immer an Google.

Ausserdem bin ich keine wirkliche Netzwerkerin. Das war ich nie und das strebe ich auch nicht an. Kontakte zu knüpfen und zu pflegen in der Hoffnung, dadurch vielleicht Kunden zu gewinnen, entspricht einfach nicht meiner Art.

Diese Erkenntnisse führten dazu, dass ich vieles anders angehe. Ich verabschiedete mich von bestimmten Kunden und Kundengruppen, nahm manche Projekte gar nicht mehr an und lernte, meine Persönlichkeit stärker zu leben. Dies brachte mir letztendlich Erfolg.

Meine wichtigsten Erkenntnisse, welche ich mit Dir teilen möchte:

Ändere "man muss" - zu "du willst"!

Ich möchte dir nicht raten, Social Media zu meiden. Im Gegenteil, ich bin überzeugt, dass Facebook, Instagram und andere Plattformen sehr wertvolle Marketinginstrumente sein können – vorausgesetzt, sie passen zu dir.

Nur weil es "alle" tun, heisst das noch lange nicht, dass du es auch tun musst und dass es dich weiterbringt.

Diese Einstellung beziehe ich nicht nur auf Social Media, sondern auf alle Marketingstrategien – und eigentlich auf dein gesamtes Geschäftsleben und dein privates Leben. 

Alles einfach und rosarot?

Online herrscht oft mehr Schein als Sein. Das ist irgendwie logisch, denn man möchte sich ja von seiner besten Seite zeigen. Alles klingt so einfach, auch in meinem Fall. Aber um ehrlich zu sein, startete mein Jahr 2018 nicht wirklich gut.

Ich hatte Angst vor einer bevorstehenden Operation, Angst davor, neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen, Angst, ohne Facebook unterzugehen. Dazu kam noch die Unsicherheit rund um die DSGVO – auch das bereitete mir grosse Sorgen. Wie sollte ich zukünftig noch Websites erstellen und meine Kundschaft betreuen und beraten?

Diese Ängste blockierten mich so stark, dass ich in den ersten zwei bis drei Monaten nur einen relativ geringen Umsatz erzielte.

Die DSGVO war anfangs ein Fluch, entwickelte sich aber später zu einem kleinen Segen. Zuerst war da nur Angst und Unsicherheit, dann folgte eine intensive Lernphase, in der ich zahlreiche Kurse besuchte. Danach kam ein Ansturm an Aufträgen und kurze Zeit später war alles wieder beim Alten – mit dem kleinen, aber wichtigen Unterschied, dass ich mich in den letzten Monaten weiterentwickelt hatte.

Ich wusste nun, wie ich arbeiten wollte, und hatte (erneut) Klarheit darüber, mit welchen Menschen ich am liebsten zusammenarbeite. So gewann ich 2018 viele neue Kundinnen und Kunden. Menschen, die ich sehr gerne betreue und die mein Business und mein Leben bereichern.

Einige bestehende Kundinnen und Kunden verliessen mich, während alte zurückkehrten und sich mit einigen die Geschäftsbeziehung vertiefte.

Es war also nicht alles einfach und rosig, aber doch wertvoll und lehrreich.

Wenn du jetzt denkst, ich hätte alles richtig gemacht, dann liegst du falsch. Ich werde niemals alles richtig machen, aber ich versuche immer, das Beste daraus zu machen und entsprechend zu handeln. Genau das empfehle ich auch dir.

Mache das Beste aus jeder Situation und aus dir selbst – folge deiner inneren Stimme, bleibe dir treu und mache 2019 zu deinem bisher besten Jahr!

In meiner Einleitung erwähnte ich "Verlasse Facebook und steigere deinen Gewinn".

Ich hoffe, du erkennst jetzt, dass dies eigentlich gar nichts mit Facebook zu tun hat, sondern viel tiefer geht. Es ging um mich, meine Einstellung, meine Ansichten und meine Persönlichkeit.

Das solltest du auch bei dir selbst erkennen. Renne nicht blindlings irgendwelchen Methoden hinterher, sondern stelle dir folgende Fragen:

  • Will ich das wirklich?
  • Tut es mir gut?
  • Hilft es mir, weiterzukommen?

In diesem Sinne wünsche ich dir ein wertvolles Jahr 2019!

… und denk daran, bleib natürlich auch online!

Lieber Gruss

Karin

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